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Miteinanders-Tage 2017

erinnern an Bedeutung der Inklusion

 

Hannoversche Vereine bieten auch dieses Jahr vielfältigen Aktionsreigen

 

„Menschen mit Behinderung sollen uneingeschränkten Zugang zu Bildung, Kultur, Information und unabhängiger Beratung haben“, fordert die gemeinnützige Beratungsinstanz „Mittendrin“ – und wird dabei lautstark unterstützt vom Verein „Down Syndrom Hannover“. Gemeinsam präsentieren die beiden Initiativen auch 2017 die Miteinanders-Tage. Die erfolgreiche Veranstaltungsreihe im Herbst mit jährlich mehreren hundert Besuchern hat bereits einen hohen Bekanntheitsgrad in der niedersächsischen Landeshauptstadt und darüber hinaus. „Wir wollen den Blick auf die Inklusion und die Kinder von heute richten“, betont die Vorsitzende des Vereins Mittendrin, Christiane Dröse. Von der Inklusion profitierten nicht nur Menschen mit Behinderung, sondern die gesamte Gesellschaft. Inklusion sei kein Expertenthema, „sondern geht uns alle an“.

 

Mit dem Markt der Möglichkeiten  im Haus der Region startet am Sonnabend, 21. Oktober, 15 bis 18 Uhr, der Aktionsreigen für Menschen mit und ohne Beeinträchtigung. Sozialdezernent Erwin Jordan eröffnet den bunten Nachmittag, der geprägt sein wird von zahlreichen Informationen an inklusiven Ausstellungsständen, von Musik, Tanz, einer Tombola, den Experimentierstationen von Lili & Claudius und einem integriertem Café mit leckerem Kuchen. Die Fotografin Jenny Klestil macht auf Wunsch Kinderfotos im Rahmen des Projekts „Glück kennt keine Behinderung“. Besondere Augenblicke - eingefangen von einer Künstlerin, die mitten ins Herz guckt. Für die Kinderbetreuung ist an diesem Nachmittag gesorgt.

 

Am darauffolgenden Montag, am 23. Oktober, 19.30 Uhr, geht’s weiter im Programm mit dem Vortrag „Fit for life!“. Cora Halder vom Down-Syndrom Infocenter in Nürnberg referiert in der Alice-Salomon-Schule über Modelle, die zeigen, wie Eltern ihren Sohn oder ihre Tochter mit Beeinträchtigung aufs Erwachsenenleben vorbereiten können. Der Eintritt ist frei.

 

Journalistin Mareice Kaiser – bekannt als Buchautorin und Verfasserin des Blogs Kaiserinnenreich – ist am Freitag, 27. Oktober, im Kulturzentrum Pavillon zu Gast. Sie liest aus ihrem Buch „Alles inklusive“ von der Unplanbarkeit des Lebens, vom Alltag zwischen Krankenhaus und Kita, von ungewollten Rechtfertigungen, dummen Sprüchen, stereotypen Rollenverteilungen, bürokratischem Irrsinn und schwierigen

Gewissensfragen. Die Lesung beginnt um 19.30 Uhr. Eintritt: fünf  Euro zuzüglich Vorverkaufsgebühren, Abendkasse: acht Euro.

„Die fromme Helene – oder: Wer Sorgen hat, hat auch Likör“ heißt es am Sonnabend, 28. Oktober ab 17 Uhr  im Inklusiven Café Anna Blume. Axel LaDeur zitiert die „Fromme Helene“ von Wilhelm Busch und wird dabei musikalisch begleitet vom hannoverschen Quartett „Die Fagottiere“. Eintritt: fünfzehn Euro, ermäßigt zwölf Euro.

 

Zum Familiengottesdienst „Gut behütet“ am Sonntag, 29. Oktober, 11 Uhr, laden die Veranstalter in die Ev.-luth. Kirchengemeinde St. Martin, (Kirchstraße19) ein.

Pastorin Kerstin Häusler gestaltet gemeinsam mit Aktiven aus den Vereinen den Gottesdienst im Rahmen der Miteinanders-Tage. Im Anschluss ist ein Picknick im Gemeindehaus geplant.

 

Professorin Etta Wilken fungiert als Gastreferentin am Freitag, 3. November, 19.30 Uhr, in der Alice-Salomon-Schule. Sie ist unter anderem Expertin für „Sprachförderung von Kindern mit Down-Syndrom im Vorschulalter“ und zeigt Beispiele aus der Praxis, welche Wege für Kinder mit Trisomie 21 besonders geeignet sind, um Sprachübungen zu verfeinern.

 

Die zweite konzertante Lesung im Inklusiven Café Anna Blume findet am Sonnabend, 11. November, 15 Uhr, statt. Marie-Madleine Krause wird aus dem Tagebuch der Anne

Frank lesen, unterlegt mit der Filmmusik von Schindlers Liste, einfühlsam gespielt von Roland Baumgarte am Cello und Andreas Schmidt-Adolf am Klavier.

 

Ebenfalls in der Alice-Salomon-Schule sind Vortrag und Workshop „Trisomie 21 und Mathematik“ am Sonnabend, 18. November, angesagt. Zwischen 10 und 13 Uhr erläutert Torben Rieckmann von der Universität Hamburg, welche spezifischen Lernschwierigkeiten Menschen mit Down-Syndrom haben und wie man ihnen begegnen kann. Im anschließenden Workshop lernen die Teilnehmer, wie sich mit Hilfe der App mathildr mathematische Inhalte erfolgreich vermitteln lassen. Anmeldung: unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Der Eintritt ist frei.

 


21.10.2017

Markt der Möglichkeiten mit Musik und Machern

Mit den Aktionstagen „Miteinanders 2017“ wird einmal mehr Hannovers Veranstaltungskalender durch ein vielfältiges Programm bereichert. Die Vereine „Mittendrin“ und „Down-Syndrom Hannover“ präsentieren zum siebten Mal die erfolgreiche Aktionsreihe im Herbst. Unter anderem findet wieder der Markt der Möglichkeiten statt - am 21. Oktober im Haus der Region. Aussteller aus den verschiedensten Bereichen prägen den Informationstreff rund um Inklusion. Um 15 Uhr eröffnet Sozialdezernent Erwin Jordan den Markt der Zukunftsideen. Das bunte Programm darf aber natürlich nicht fehlen in der Veranstaltungskulisse in der Hildesheimer Straße 18. Mit von der Partie sind beispielsweise  die inklusive Band „“, kleine Künstler aus der Otfried-Preußler-Schule sowie Lili & Claudius, die an spannenden Experimentierstationen die Wunder der Natur spielerisch erklären. Ausprobieren ist hier ausdrücklich erwünscht. Attraktive Preise gibt’s zu gewinnen bei der Tombola zugunsten der Vereinsarbeit der Veranstalter. Und: Erstmalig bietet Jenny Klestil, Fotografin für das Projekt „Glück kennt keine Behinderung“, ein kostenloses Shooting an. Versteht sich von selbst, dass Mädchen und Jungs wieder gut aufgehoben sind bei der Kinderbetreuung. Und auch der beliebte Café-Treff mit dem leckeren hausgemachten Kuchen hat von 15 bis 18 Uhr geöffnet.

 Der Eintritt ist frei. 


 23.10.2017

„Fit for Life!“ – der Alltag kann kommen

Cora Halder über Fördermöglichkeiten für Jugendliche mit Trisomie 21

„Fit for life!“ ist der Vortrag betitelt, den Cora Halder vom Down-Syndrom Infocenter aus Nürnberg am Montag, 23. Oktober, in der Alice-Salomon-Schule (Kirchröder Straße 13) hält. Und so frisch und forsch ihr Motto daherkommt, so will sie auch die Eltern und andere Bezugspersonen von Kindern mit Down-Syndrom animieren, die Jungen und Mädchen mit der genetischen Besonderheit fit für den Alltag zu machen. „Das Ziel unserer Erziehung ist doch, unseren Kindern ein glückliches, selbstständiges Leben in der Gesellschaft zu ermöglichen“, betont Halder. Sie erklärt, wie Eltern ihren Sohn oder ihre Tochter auf das Erwachsenenleben vorbereiten können. Unter anderem spricht die Fachfrau im Rahmen ihres Vortrags die Vorbereitung auf den Job sowie das selbstständige Wohnen an. Und sie geht auf  die Themen Gesundheitsprävention, Freizeitgestaltung sowie Fortbildungen ein. Fragen aus dem Publikum sind ausdrücklich erwünscht. Der Vortrag im Rahmen der Miteinanders-Tage 2017 der Vereine „Mittendrin“ und „Down-Syndrom Hannover“ beginnt um 19.30 Uhr. Der Eintritt ist frei.


27.10.2017

„Alles inklusive“ – Lesung mit Mareice Kaiser 

Verfechterin der Inklusion unterstützt hannoversche Vereine

Sie ist die Autorin des Kaiserinnenreichs im Internet, Journalistin und war Mutter einer Tochter mit Behinderung: Mareice Kaiser zeigt sich als laute Verfechterin der Inklusion. Und das nicht nur, weil sie selbst vier Jahre lang ihr wunderbares kleines Mädchen mit einer seltenen Beeinträchtigung begleiten durfte. Die Autorin erzählt in ihrem Buch „Alles inklusive“ von der Unplanbarkeit des Lebens, vom Alltag zwischen Krankenhaus und Kita,

von ungewollten Rechtfertigungen, dummen Sprüchen, stereotypen Rollenverteilungen, bürokratischem Irrsinn und schwierigen Gewissensfragen. Ihre Tochter starb im Alter von vier Jahren. Das Netz trauerte. Nicht nur als Bloggerin setzt sich Mareice Kaiser dafür ein, dass behinderte Kinder mehr sein dürfen als Diagnosen - und Eltern mehr als Pflegekräfte. Am Freitag, 27. Oktober, liest die engagierte Autorin aus Berlin im Kulturzentrum Pavillon (Lister Meile 4) aus ihrem nachdenklich stimmenden Werk. Im Rahmen der Miteinanders-Tage 2017 ist sie Gast der Vereine „Mittendrin“ und „Down-Syndrom Hannover“. Mareice Kaiser steht im Anschluss gern für eine offene Diskussion zur Verfügung. Außerdem ist Annette Seydlitz von MOKI, dem mobilen Kinder- und Jugendhospiz in Hannover, vor Ort, die ebenfalls die Fragen der Zuhörer beantworten wird. Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr, Einlass ist ab 19 Uhr.  Eintritt: fünf Euro zuzüglich Vorverkaufsgebühren, Abendkasse: acht Euro.


28.10.2017

Inklusion und die „fromme Helene“

Konzertante Lesung im Cafè Anna Blume mit Axel LaDeur und „Die Fagottiere“

 „Die fromme Helene – oder: Wer Sorgen hat, hat auch Likör“ heißt es am Sonnabend, 28. Oktober im Rahmen der Miteinanders-Tage 2017. Im Inklusiven Café Anna Blume (Stöckener Straße 68) liest Axel LaDeur Auszüge aus dem Werk von Wilhelm Busch und wird dabei musikalisch begleitet vom Quartett „Die Fagottiere“ aus Hannover, das mit Musik aus der Zeit des berühmten Autors das sündhafte Geschehen kommentiert. Die Veranstalter der Miteinanders-Tage, die Vereine „Mittendrin“ und „Down-Syndrom Hannover“, setzen verstärkt auf inklusive Veranstaltungsorte wie das Café Anna Blume, in denen Menschen mit und ohne Beeinträchtigung arbeiten. Die konzertante Lesung beginnt um 17 Uhr. Eintritt: fünfzehn Euro, ermäßigt zwölf Euro.


29.10.2017

Familiengottesdienst und Picknick

„Gut behütet“ ist der Familiengottesdienst in der Ev.-luth. Kirchengemeinde St. Martin betitelt, der am Sonntag, 29. Oktober, im Rahmen der Miteinanders-Tage 2017 stattfindet.  Die Vereine „Mittendrin“ und „Down-Syndrom Hannover“ laden gemeinsam mit Pastorin Kerstin Häusler zum feierlichen Zeremoniell ein. Der Gottesdienst beginnt um 11 Uhr. Im Anschluss ist in der Kirchstraße 19 ein Picknick angesagt. Eine Spende zum Buffet wird gern angenommen.


03.11.2017

Sprachförderung für Kinder mit Down-Syndrom

Vortrag mit Expertin Etta Wilken im Rahmen der Miteinanders-Tage 2017

„Kinder mit Down-Syndrom im Vorschulalter benötigen vielfältige, differenzierte Hilfen zur Sprachförderung“, sagt Etta Wilken. Die Professorin für Allgemeine und Integrative Behindertenpädagogik referiert am Freitag, 3. November, im Rahmen der Miteinanders-Tage 2017 zur spezifischen Sprachförderung. In der Alice-Salomon-Schule (Kirchröder Straße 13) erklärt die Expertin, welche Möglichkeiten eingesetzt werden können. Kinder mit Down-Syndrom haben eine deutliche Verzögerung bei der Sprachentwicklung.  Dabei führt die meistens die erhebliche Diskrepanz zwischen Sprachverständnis, Mitteilungsbedürfnis und Sprechfähigkeit zu frustrierenden Erfahrungen in der Kommunikation. Zudem wird die Entwicklung der sprachgebundenen, aber nicht sprechgebunden kognitiven Fähigkeiten durch eingeschränkte Sprachkompetenz beeinträchtigt. Eine Möglichkeit, die Mitteilungsfähigkeit zu fördern, bietet die Gebärdenunterstützte Kommunikation. Ergänzend können auch Angebote nach dem Konzept des „Frühen Lesens“ eine wichtige Hilfe sein. Die Veranstaltung wird präsentiert von den Vereinen „Mittendrin“ und „Down-Syndrom Hannover“. Um 19.30 Uhr beginnt der Vortrag. Der Eintritt ist frei.


11.11.2017

Berührende Lesung mit guten Noten

Anne-Frank-Themennachmittag im Café Anna Blume

Wer kennt sie nicht, die tragische Geschickte des jüdischen Mädchens Anne Frank in der Hitlerzeit?! Am Sonnabend, 11. November, steht im Rahmen der Miteinanders-Tage 2017 eine Konzertante Lesung rund um ihre Lebensgeschichte auf dem Programm. Marie-Madleine Krause liest aus dem Tagebuch der Anne Frank - unterlegt mit der Filmmusik von Schindlers Liste, die einfühlsam von Roland Baumgarte am Cello und Andreas Schmidt-Adolf am Klavier präsentiert wird. Mit einer Einführung von Ingrid Wettberg, Vorsitzende der Liberalen Jüdischen Gemeinde Hannover, beginnt der kulturelle Nachmittag um 15 Uhr. Die Veranstalter, die Vereine „Mittendrin“ und „Down-Syndrom Hannover“, bauen auf inklusive Veranstaltungszentren. Mit dem Café Anna Blume wurde ein Arbeitsort gefunden, der Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen Jobs bietet. Eintritt: fünfzehn Euro, ermäßigt zwölf Euro.


18.11.2017

Trisomie 21 und Mathematik – neue Lernkonzepte

Vortrag und Workshop in der Alice-Salomon-Schule im Rahmen der Miteinanders-Tage 2017

Eine aktuelle Studie der Universität Hamburg zeigt, dass Personen mit Trisomie 21 ihre Umwelt anders wahrnehmen als Menschen ohne Syndrom. Torben Rieckmann, der als wissenschaftlicher Mitarbeiter an dem Forschungsprojekt mitwirkte, präsentiert am Sonnabend, 18. November, im Rahmen der Miteinanders-Tage 2017 die wesentlichen Studienergebnisse. In der Alice-Salomon-Schule (Kirchröder Straße 13) erklärt er außerdem, warum Menschen mit Down-Syndrom zwangsläufig mathematische Lernschwierigkeiten entwickeln. Im anschließenden Workshop lernen die Teilnehmer, wie sie mit Hilfe der App mathildr mathematische Inhalte aufmerksamkeitsgerecht vermitteln. Die App wurde gemeinsam mit Menschen mit Trisomie 21 entwickelt. Um 10 Uhr beginnt die Veranstaltung der Vereine „Mittendrin“ und „Down-Syndrom Hannover“. Vortrag und Workshop dauern zirka drei Stunden. Anmeldung erbeten unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.