Twins

 

woche

 

Die "Woche des Down-Syndroms" ist der jährlich wiederkehrende Höhepunkt unserer Vereinsarbeit.

Hier ist das Programm für 2008:

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Donnerstag, 25.09.2008: Vortrag:  Finanzielle Absicherung

20:00 Uhr, Gartensaal der Freien Waldorfschule Maschsee



Sonntag, 28.09.2008: Gottestdienst

10:30 Uhr, Markuskirche, Lister Platz

 

Donnerstag, 02.10.2008: Filmabend "Klassenleben"

20.00 Uhr, Gartensaal der Freien Waldorfschule Maschsee



Samstag, 04.10.2008: "Markt der Möglichkeiten"

15.00 Uhr, Räume der Freien Waldorfschule Maschsee

 

Sonntag, 05.10.2008 Kindertheater:"Ein Wort ist ein Wort"

15.00 Uhr, TheaterWerkstatt im Raschplatzpavillion, Lister Meile 4



Dienstag, 07.10.2008 Vortrag: Prof. Dr. Etta Wilken: Förderung von Kindern mit Down-Syndrom unter besonderer Berücksichtigung der sprachlichen Fähigkeiten

20.00 Uhr. Gartensaal der Freien Waldorfschule Maschsee

 

Donnerstag, 09.10.2008 Vortrag: Veronika Heß-Holscher:  Mitten drin wohnen und leben

20.00 Uhr. Gartensaal der Freien Waldorfschule Maschse

 

Link zum Programmheft

 

 

Herzlich willkommen

 


 

Sehr geehrte Besucher/innen unserer “Woche des Down-Syndroms”!

Dieses Mal möchte ich Sie mit einem kleinen Gedankenausflug zur diesjährigen „Woche des Down-Syndroms“ einladen.

Vor Kurzem las ich auf einem LKW-Anhänger: „Wir schenken Ihnen Zeit für neue Visionen“ Dies klang vielversprechend in meinen Ohren und machte neugierig. Endlich wurde hier an das ideelle Wohl des Einzelnen gedacht, an Platz für neue Sinngebung.

Wie ich dann erfahren durfte, handelte es sich bei dieser Firma um ein Unternehmen, welches für Logistik und Transport steht. Zugegeben, bei dem Motto konnte/ wollte ich dies wirklich nicht als allererstes assoziieren. Schließlich hatte doch die Idee, zweckfrei für andere Lebenswerte zu werben statt – wie gewohnt – für ökonomische, materialisierte, etwas Frappierendes. „Wir schenken Ihnen Zeit für neue Visionen“.

Man könnte

- sich angeregt fühlen, endlich wieder einmal Träume zuzulassen, ohne sich gleich dem Vorwurf der Realitätsferne, der Nutzlosigkeit ausgesetzt zu sehen;

- eventuell an sich erleben, dass es möglich und erlaubt ist, eigene Gewohnheiten für überholungsbedürftig oder sogar überflüssig anzuerkennen;

- sich in seinem bisherigen Lebenstrott einmal „von aussen“ anschauen, den derzeitigen Standort ein bisschen verrücken, um im Zustand dieses „Verrückt- Seins“ Neuwertiges zu entdekken;

- ... die Aufzählung ließe sich beliebig verlängern.

Deutlich wird: Etwas Menschen-Näheres, lebendigeres als diese Chance kann nicht geboten werden. Und genau dazu lädt unsere „Woche des Down-Syndroms“ auch in diesem Jahr wieder ein. Durch Vorträge, kulturelle Events, Gottesdienst und selbstverständlich dem „Markt der Möglichkeiten“ hoffen wir ein Forum zu schaffen, das Menschen in ihrer Vielfalt zusammenkommen lässt:

- Eltern und Kinder mit und ohne Behinderungen,

- Alte, Junge,

- junggebliebene Menschen,

- Fachleute und Interessierte,

- Absichtsvolle und Zufällige.

Sie alle mögen kommen, um – neben Austausch, Beratung, Information und Kurzweil – Leben zu erleben, das anders und trotzdem oder gerade dadurch reich ist. Fühlen Sie sich herzlich und zweckfrei eingeladen zu unserer „Woche“, die Ihnen neben vielem anderen auch „Zeit für neue Visionen“ schenken möchte!

 

Chr. Joost-Plate, Vorsitzende

Down-Syndrom Hannover e.V.

 

Donnerstag, 25.09.2008 20.00 Uhr


 

20.00 Uhr. Gartensaal der Freien Waldorfschule Maschsee

Martin Vitt-Reber: Finanzielle Absicherung für Kinder mit Behinderung.



Wenn ein Mensch mit Behinderung keine eigenen Mittel für seinen Unterhalt besitzt, stellt das Sozialgesetz die finanzielle Versorgung sicher.

Eigentum, das dieser Mensch zum Beispiel in Form einer Erbschaft erhält, würde vom Sozialhilfeträger gegengerechnet werden, so dass es in der Regel nicht zu einer langfristigen Verbesserung der finanziellen Situation des Beerbten führt.

- Wie kann dennoch Geld angespart werden, ohne dass der Staat darauf zugreift?

- Wieviel Geld darf ein Mensch mit Behinderung besitzen?

- Welche Lösungen gibt es, um zum Einen das Familienvermögen zu erhalten und zum Anderen das Kind mit Behinderung zusätzlich zu unterstützen?

- Wie ist ein Testament zu verfassen?

- Welche Versicherungen sind abzu- schließen? Antwort auf diese Fragen gibt Finanzexperte Martin Vitt-Reber, selbst Vater eines Kindes mit Down-Syndrom.

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Sonntag, 28.09.2008 10.30Uhr




10.30 Uhr Markuskirche, Lister Platz

Familiengottesdienst

 

Im Rahmen der diesjährigen Woche des Down Syndroms möchten wir Sie/Euch ganz herzlich am 28.09. um 10.30 Uhr zu einem Familiengottesdienst in der Markuskirche, Oskar-Winter-Straße, einladen.

Neben der großen Flut an weltlichen Informationen und Veranstaltungen während der Woche des Down-Syndroms möchen wir Euch/Ihnen die Möglichkeit geben, innere Kraft zu sammeln und Inspiration zu erfahren. Das Leben geht nicht immer geradeaus, es macht auch Umwege. Und oftmals ist der Weg das Ziel. Wir möchten mit Euch/Ihnen Gott danken für unsere Sonnenblumenkinder und freuen uns auf alle, die kommen!

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Donnerstag, 02.10.2008 20.00 Uhr


 

20:00 Uhr, Gartensaal der Freien Waldorfschule Maschsee

Filmabend: Klassenleben

Was ist Schule? Sie ist die institutionalisierte Erfahrungswelt, die dem Einzelnen unmissverständlich klarmacht, dass die Gesellschaft Leistungen von ihm verlangt. Deshalb löst sie eine Reihe von Fragen und Konflikten aus, die in ihrer Bedeutung elementar sind: Wieviel möchte, wieviel kann ich leisten? Wie werde ich mit meinen Grenzen fertig?

Der Dokumentarfilmer Hubertus Siegert hat ein halbes Jahr den Alltag der Klasse 5d der Berliner Fläming-Grundschule mitder Kamera begleitet. Auf Augenhöhe mit seinen Protagonisten beobachtet der Film das Lernen und Leben von Schülern extrem unterschiedlicher Fähigkeiten in einer Klasse mit 20 Kindern, davon 4 lernbehindert bis schwerst-mehrfach behindert, und 16 „normale“ Schüler, unter ihnen einige sogenannte Hochbegabte. Seit 1980 lebt Hubertus Siegert in Berlin. Er studierte Geschichte, Kunstgeschichte und Theaterwissenschaften sowie Landschaftsplanung. Bereits während seiner Studien betätigte er sich als Dokumentarfilmer und wurde mehrfach ausgezeichnet.

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Samstag, 04.10.2008




15.00-18.00 Uhr, Räume der Freien Waldorfschule Maschsee

"Markt der Möglichkeiten" - Information, Beratung, Spiel und Spaß

Als bunter Nachmittag für die ganze Familie ist er „Markt der Möglichkeiten“ bei vielen ein fester Termin im Kalender. In ungezwungener Atmosphäre können sich Menschen mit und ohne Behinderung begegnen, sich austauschen, gemeinsam spielen, Kaffee trinken.

Vielfältige Informationen zu Frühförderung, Krabbelgruppen, Kinderläden und -gärten sowie zu Schulen, zum Hort, zu verschiedenen Freizeitmöglichkeiten sowie zu Wohn- und Arbeitsperspektiven für Menschen mit geistiger Behinderung werden ausgetauscht. Zahlreiche Institutionen nehmen die Gelegenheit wahr, sich vorzustellen.

Daneben wird es wieder Lebensgemeinschaften und Werkstätten geben, die ihre Produkte zum Verkauf anbieten. Es gibt Schönes aus Holz, Textilien sowie Buchbinderarbeiten zu erstehen, ferner Kontakte zu knüpfen zu den Menschen, die diese Produkte herstellen. Eine gute Gelegenheit, bereits jetzt an besondere Weihnachtsgeschenke zu denken.

Diverse Aktionen und Vorführungen sorgen für Kurzweil. Leckere Kuchen und feine Torten im Café versüßen den Nachmittag und bieten Erholung.

Alles in allem eine Veranstaltung, die man nicht
verpassen darf!

Der Eintritt ist frei.

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Sonntag, 05.10.2008


 

15.00 Uhr. TheaterWerkstatt im Raschplatzpavillion, Lister Meile 4

Kindertheater: "Ein Wort ist ein Wort"


Ihm ist langweilig, Ihr fällt schnell was ein. Er versteht sie nicht richtig, sie spielen trotzdem.

Sie spielen mit Worten, sie versuchen sie zu verkaufen. Wieviel ist ein Wort wert? Ein ganz kleines zum Beispiel. Sie gehen den Worten auf den Grund, erproben und sortieren sie und entdecken schließlich das Wort, das man nicht bezahlen kann, weil es so teuer ist. Man kann es nur verschenken...

Ein kleines Spiel, das großen Worten ihre Bedeutung abverlangt. Zwei Menschen auf der Bühne zwischen Kisten und Kästen suchen ihr Spiel und entdecken die wunderbare Welt der Sprache.

„Manchmal reichen ein paar simple Holzkisten, zwei gute Schauspieler und ein paar Worte aus, um junge Theaterbesucher zu begeistern.“

Mit Matthias Alber und Elke Cybulski 1976 von Absolventen der „Hochschule für Musik und Theater Hannover“ gegründet, ist die Theaterwerkstatt Hannover das Freie Theater mit der längsten Geschichte in der Stadt, vielleicht sogar bundesweit

 

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Dienstag, 07.10.2008




20.00 Uh. Gartensaal der Freien Waldorfschule Maschsee

Prof. Dr. Etta Wilken: Förderung von Kindern mit Down-Syndrom unter besonderer Berücksichtigung der sprachlichen Fähigkeiten

Die Trisomie führt bei allen Kindern mit Down-Syndrom zu typischen aber unterschiedlich ausgeprägten Beeinträchtigungen in der Entwicklung und zu einem spezifischen Förderbedarf. Besonders die sprachliche Entwicklung ist erheblich verlangsamt und vielfältige Störungen der Sprache sind syndromtypisch.

Sowohl in der Frühförderung als auch in der schulischen Förderung ist es deshalb wichtig, die syndromspezifischen Beeinträchtigungen aber auch Kompetenzen differenziert zu erfassen, um angemessene Hilfen gestalten zu können. Dabei kommt vor allem der Unterstützung der sprachlichen Entwicklung und der syndrombezogenen Sprachtherapie eine wesentliche Bedeutung zu.

Zusätzlich zu ihren Forschungstätigkeiten zum Down-Syndrom, die sie nach eigenen Worten als Hobby betreibt, unterrichtete Frau Prof. Wilken viele Jahre lang „Allgemeine und integrative Behindertenpädagogik“ an der Universität Hannover. Neben dem Angebot zahlreicher Seminare für Eltern von Kindern mit Down-Syndrom hat sie sich vor allem in dem Gebiet der Sprachentwicklung einen Namen gemacht (Gebärden-unterstützte Kommunikation, GuK).

 

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Donnerstag, 09.10.2008




20.00 Uhr. Gartensaal der Freien Waldorfschule Maschsee

Vortrag: Veronika Heß-Holscher: Mitten drin wohnen und leben!

 

Im schönen Stadtteil Hannover-List hat die GfI mbH mit Eltern der BewohnerInnen und Bewohner gemeinsam eine stadtteilintegrierte Wohngemeinschaft für junge Menschen mit geistiger oder seelischer Behinderung geschaffen.

Eine Großraumwohnung mitten in einem normalen Mehrfamilienhaus bietet den Bewohner/Innen ein Rückzugsfeld im eigenen Zimmer wie auch Gemeinschaft, professionelle Unterstützung und größtmögliche Normalität durch normale Nachbarschaft.

Die WG Kollenrodtstraße – als Alternative zur Heimunterbringung am Rande der Stadt – stellt sich vor. Referentin Veronika Heß-Holscher (Dipl.Sozialpädagogin) ist Fachbereichsleiterin der GfI – Gesellschaft für Integration mbH – ein anerkannter, gemeinnütziger Träger mit Kompetenzen und Ressourcen im Bereich der Eingliederungshilfe.

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Wir bedanken uns


 



Wir danken allen Sponsoren für ihre großzügige Unterstützung. Die „Woche“ dieses Jahres wurde unter anderem durch viele Beiträge finanziert, die bei Tombolas, Familienfeiern und Kirchenkollekten für uns gesammelt wurden. Ihnen allen sehr herzlichen Dank. Unsere Arbeit lebt von Ihrer Unterstützung.

 

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