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Die " Woche des Down-Syndroms" ist der jährlich wiederkehrende Höhepunkt unserer Vereinsarbeit.

Hier ist das Programm für 2009:

 

Link zum Programmheft

 

23.10 bis 25.10.2009: Hannoversches Integratives Sondfestival ("HIS")


Mittwoch, 28.10.2009: Filmabend

20:15 Uhr, Apollo, Limmerstr. 50, Hannover

 

Freitag, 30.10.2009: Vortrag Prof. Henn

20.00 Uhr, Gartensaal der Freien Waldorfschule Maschsee



Sonntag, 01.11.2009: "Circus matinée"

11.00 Uhr, Turnhalle der Freien Waldorfschule Maschsee

 

Samstag, 03.11.2009: Vortrag Prof Wilken

20.00 Uhr, Gartensaal der freien Waldorfschule Maschsee



Samstag, 07.11.2009 "Markt der Möglichkeiten"

15.00 bis 18.00Uhr. Räume der Freien Waldorfschule Maschsee

 

Sonntag, 08.11.2009 Abschlussgottesdienst

10.00 Uhr. Marktkirche

 

 

 

Grußwort der Schirmherrin Frau Dr. Ursula von der Leyen

 


 

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Ursula von der Leyen

 

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Eltern

„Es ist normal, verschieden zu sein.“ Dieses Zitat von Richard von Weizsäkker haben Sie sich als Motto für Ihren Verein gewählt. Seit 10 Jahren setzen Sie sich für die Integration von Kindern mit Down-Syndrom ein. Als Verein betroffener Menschen möchten Sie, dass das Anders-Sein als Bereicherung wahrgenommen wird. Ihr Engagement verdient größte Anerkennung und Wertschätzung - herzlichen Glückwunsch zum Jubiläum!

Wie ich kürzlich in einer Zeitung las, bemüht sich derzeit ein junger spanischer Pädagogikstudent mit Down-Syndrom um eine Zulassung als Lehrer. Sein Motto ist ganz einfach und ergänzt das Motto Ihres Vereins, wie ich finde, auf schöne Weise. Es heißt: „ich auch“. Wenn es normal ist, verschieden zu sein, müssen wir möglichst viele der Hindernisse aus dem Weg räumen, die sich vor Menschen auftürmen, die „anders“ sind und doch am gesellschaftlichen Leben teilhaben wollen. Genau dafür engagiert sich der Verein „Down-Syndrom Hannover“. Sie leisten viel für die Betroffenen selbst und tragen durch Ihre Arbeit zu einem besseren Verständnis aller anderen bei. Darum habe ich gerne die Schirmherrschaft für Ihre Veranstaltungsreihe im Herbst 2009 aus Anlass des 10-jährigen Jubiläums übernommen.

Jedes Kind in unserer Gesellschaft ist einzigartig, und alle verdienen die gleichen Chancen. Ich wünsche Ihnen allen, den Eltern, den Betroffenen und Freunden, dass Sie mit Ihrer Arbeit dazu beitragen, dass wir diesem Ziel ein Stück näher kommen: Alle Kinder gehören dazu. Es ist normal, verschieden zu sein!

Mit herzlichen Grüßen

Ursula von der Leyen

 

 

 

Grußwort Down-Syndrom Hannover

 


 

Herzlich willkommen!

10 Jahre „Down-Syndrom-Hannover“, von der Vereinsgründung 1999 bis heute 2009, eine stattliche Anzahl von Jahren: ein Jubiläum darf gefeiert werden.

Aber was kann/ darf eigentlich genau gefeiert werden?

Haben wir unsere Ziele erreicht, die gesellschaftliche Integration, das selbstverständliche Dazu-Gehören von Menschen mit Behinderung?

Können wir stolz sein darauf, dass es unseren Verein – immer noch – gibt?

Ich versuche Antworten zu finden.

Unser Hauptziel ist bei Weitem noch nicht erreicht. Das hat Gründe, die in der Schwierigkeit der Bewertung, der Erkenntnis des Besonderen von Menschen mit Behinderung liegen. Die Kriterien für eine Messbarkeit ihres Wertes werden nicht aus ihnen selbst als individuelle Menschen abgeleitet, sondern orientieren sich immer noch an ihrer Zweckdienlichkeit für unsere Gesellschaft, an ihrem materiellen Beitrag. Da haben sie tatsächlich wenig Chancen, zu genügen.

Auf der Suche nach einem Konsens mit Politikern, Bildungsträgern, Wirtschaftsverbänden etc. geraten wir auch im Falle eines verständnisvollen Austausches immer wieder in den Konflikt oben beschriebener Fakten. Die festgeschriebenen ökonomischen Ziele dieses Staates haben in der hierarchischen Dominanz nun einmal Einfluss auf soziale, ethische Handhabungen. Dies wirkt sich natürlich besonders fatal auf Randgruppen aus. D.h. selbst wenn der Slogan „Gleiche Chancen für Alle“ auch aus den Mündern von Politkern längst selbstverständlich klingt, spricht die Erstarrung der Rahmenbedingungen zur Umsetzung dieser Ziele eine ganz andere Sprache: sie drückt aus, dass es immer noch „Kampfansage“ bedeutet, wenn man es wagt, das gleiche Recht auf ein selbstbestimmtes Leben für Menschen mit Behinderung anzusprechen.

Man muss es unmissverständlich einfordern, und häufig sogar über den Weg juristischer Instanzen einklagen. Ist das wirklich Chancengleichheit? Ist dies der Weg, den wir uns wünschen?

In diesem Zusammenhang ist es vielleicht gut zu wissen, dass es in der hannoverschen Szene Vereine wie „Down-Syndrom-Hannover“ gibt, die genau diese Schwachstellen der Gesellschaft aufspüren und mit Beharrlichkeit dagegen steuern; andererseits…welch ein Traum, derartige Vereine gar nicht mehr nötig zu haben, weil unsere Welt offen geworden ist für Jeden, der in ihr leben will ...

Wir freuen uns, nach 10 Jahren „Down- Syndrom-Hannover“ ein Jubiläums-Programm präsentieren zu können, das wir gemeinsam mit Menschen mit Behinderung entwickelt haben und durchführen werden. Ein Stück des Traumes darf hier gelebt werden. Da gibt es tatsächlich Grund zum Feiern!

Lernen Sie unsere besonderen Kinder und Freunde kennen:

- Im „Hannoverschen Integrativen Soundfestival“ („HIS“) als vielfältige Musiker,

- im „Circus Bunttropfen“ als Artisten, - im Film „Uwe geht zu Fuß“ ( Apollo- Kino),

- beim „Markt der Möglichkeiten“,

- im Festgottesdienst in der Marktkirche.

Im vorurteilsfreien, offenen Erleben von Menschen, die einfach nur „anders“ sind als Andere, können sich Welten begegnen, die einander ergänzen, bereichern und deren Kraft das Grundrecht eines JEDEN von uns als unanfechtbar bestätigt: unser aller Recht auf gesellschaftliche Teilhabe und Zugehörigkeit.

Wir werden uns auch weiterhin dafür einsetzen. Fühlen Sie sich herzlich eingeladen, dabei zu sein, mit zu wirken!

 

Christiane Joost-Plate

Vorsitzede "Down-Syndrom-Hannover"

 

 


"HIS" findet als Teil der "Woche" vom 23.10. bis zum 25.10. statt

 


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KONZEPT " Hannoversches Sondfestival" ("HIS")

 

Das „Hannoversche Integrative Soundfestival“, „HIS“, findet vom 23.10.- 25.10.09 in Hannover als Teil der Veranstaltungsreihe 10 Jahre Down- Syndrom Hannover statt.

Zehn Bands mit Musikern aus der Profiszene („jane“, „Artossa“), aus der Musikschule, aus Förderschulen und Werkstätten treffen zusammen, um gemeinsam Musik zu machen, auszudenken, zu leben.

Jenseits der Tatsache ihrer vollkommenen Verschiedenheit, jenseits von Alter, Herkunft, musikalischer Erfahrung, Behinderung oder Nicht-Behinderung verbindet sie vor allem Eines: Ihre unbedingte Liebe zur Musik.

Schon im Vorfeld dieses Festivals werden sie sich zu gemeinsamen Proben treffen, sich musikalisch kennenlernen, ausprobieren, neue Wege erkunden. Bei „HIS“ entsteht dann der Höhepunkt dieser Zusammenarbeit in Form öffentlicher Proben, Auftritte und zweier großer Konzerte am Freitag- und Samstagabend. Zuhören, partizipieren darf, wer will: Jung und alt, Eltern, Angehörige, Fachpublikum, Musiklehrer, Musiker, Musikstudenten, allgemeines Publikum.

Durch drei flankierende Workshops wird die erfolgreiche musikalische Arbeit mit Menschen mit Behinderung ergänzt und Fachinteressierten näher gebracht.

So finden an diesem Wochenende sicher Begegnungen statt, die jenseits „normaler“ Grenzziehungen Neuland anbieten. „Es ist normal, verschieden zu sein“ erfährt hier mehrfache Bedeutung: für das Publikum, für Fachleute, für Studenten, für die vielen Musiker mit und ohne Behinderung. Dort, wo konventionelles Verstehen und gewohnte Sprache nicht mehr ausreicht verbindet dann Musik.

Da während dieser Zeit nichts (musikalisch) unmöglich sein oder etwa verhindert werden wird, können ALLE sich auf den Weg machen – offen für Neues in der Musik, im Leben. Dies spiegelt sich wieder in dem Motto von HIS „…aufregend anders – gemeinsam genial…!“ (Zitat eines Schlagzeugers mit Behinderung).

 

Karten für das „HIS“-Konzert  mit „jane“  und  „Just Fun“, „ARTOSSA“ am 23.10.09 im CAPITOL/ Hannover zu erwerben unter:

-www.eventim.de ( dann bei „alle Orte“  HANNOVER  einfügen) und den bekannten Vorverkaufsstellen wie:

-Laporte Kartenshop, Karmarschstr.3 , 0511/ 3632929;

-Kartenshop Hannover, Ernst-August-Platz 5, 0511/ 327244

- Salge am Schwarzen Bär, Falkenstr.2, 0511/ 442209

u.v.mehr.

(Preise: Erwachsene 13€ und Ermäßigt 6€ (Schüler, Studenten und Menschen mit Behinderung)

 

 

Freitag, 23.10.2009 19.30 Uhr, Konzert: jane, Just Fun, Artossa


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19.30 Uhr. Capitol, Schwarzer Bär 2, Hannover

 

 

 

Peter Panka’s jane, Rocklegende “So lange ich lebe, wird es Jane geben,“ prophezeite Peter Panka, Schlagzeuger und Mitbegründer einer der ältesten deutschen Rockformationen. Die Rockgruppe aus Hannover existiert seit mehr als 30 Jahren, gab im Sommer 1970 ihr erstes Konzert und galt vor allem in den Siebzigern als Prototyp der sogenannten Krautrock-Generation.

2007 starb Peter Panka, aber seine Band lebt weiter. Zu seiner Beerdigung wünschte er sich Spenden für den Verein „Down-Syndrom Hannover“ anstelle von Blumenschmuck und Kränzen. Dieser Wunsch führte auf schicksalhafte Weise zu einer Freundschaft zwischen „jane“ und unserem Verein.

Weitere Infos unter www.janemusic.com

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jane

 

Just Fun, größte deutsche integrative Band

30 junge Menschen machen Musik in ungewöhnlicher Besetzung: Von der Rassel bis zum Drumset, von der Melodika bis zum Saxophon, von der Gitarre bis zum Cello. In dieser Band wird alles gespielt: Pop, Rock, Jazz, Rap, Samba.

Der individuelle Charakter und die Fähigkeiten der einzelnen Musiker/innen sind Ausgangspunkt der Arrangements und bestimmen den Stil der Band.

„Man sieht, dass Musik einen sehr integrativen Charakter besitzt und das wird in dieser Gruppe so schön praktiziert. … Das ist die Qualität von Musik, die so etwas schafft. Das ist eine Sprache, die weiter führt als die verbale Sprache, die wir besitzen.“ (Peter Mafay).

Weitere Infos unter www.justfun-online.de

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Just Fun

 

 

Artossa, Rockband

Seit der Gründung 1983 hat sich Artossa kontinuierlich nach oben gespielt. In Hannover und Umland avancierte die Band innerhalb kurzer Zeit zu einem gefragten Live-Artikel. Kraftvoller Rock wechselt sich mit ruhigen, einfühlsamen Songs ab. Auch Blues und Reggae kommen nicht zu kurz.

Artossa steht für ehrliche, handgemachte Musik. Einfallsreiche Arrangements, ein modernes Line-up (eine Sängerin, zwei Sänger). Guter Rock hat die Band auf Erfolgskurs gebracht. (Guido Simm)

Weitere Infos: musik-erleben.npage.de

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Artossa

 

 

Samstag, 24.10.2009 10.00 bis 14.00 Uhr Workshops


 

10.00 Uhr. Musikschule, Maschstr. 22-24


Zur Teilnahme an einem der Workshops melden Sie sich bitte beim Verein an, Tel. 05137 92312

- Jeder Mensch kann Musik machen / Von Anfang an gemeinsam (Robert Wagner, Fürth)

- Von Samba bis Rap (Claudia Schmidt, Dortmund)

- Vom Sound zum großen Trommelwirbel (Gaby Grest, Hannover)

 

Samstag, 24.10.2009 15.00 bis 18.00 Uhr Auftritte integrativer nachwuchsbands aus Hannover und Region


 

10.00 Uhr. Musikschule, Maschstr. 22-24


Takketina (Werkstätten Osnabrück)

Plan B (Musikschule Hannover)

Project Nine ev. Jugendclub Hannover

Combo 2 (Musikschule Hannover)

Soul in Mind (Sehbehindertenschule Hannover)

Eisbrecher (Hann. Werkstätten)

In den Band-Umbaupausen gibt es eine Tanzimprovisation mit Nicolas René Heim (Tanz) und Isabel Moretón (Harfe)

 

Samstag, 24.10.2009 19.30Konzert: Artossa, Macher von der Basis


 

19.30 Uhr. Musikschule, Maschstr. 22-24. Europasaal


Artossa, Rockband
Artossa spielt bereits bei dem Konzert am Freitag mit. Eine Band-Beschreibung (siehe oben).

Macher von der Basis So nennt sich die Band der Paul- Moor-Schule in Wunstorf (Förderschule mit dem Schwerpunkt geistige Entwicklung). Ihre musikalischen Fähigkeiten und Fertigkeiten konnten sie in den letzten Jahren ständig weiter entwickeln, da sie eine solide Rhythmusschulung durchliefen und viel Zeit zum bewussten Hören von Musik der unterschiedlichsten Stilrichtungen bekamen.

Weitere Infos unter www.machervonderbasis.beepworld.de

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Macher von der Basis

 

Trommel-Session

Nach dem Konzert findet eine Open- End-Trommelsession für Alle statt

 


Sonntag, 25.10.2009 10.00 bis 12.00 Feed-back zu "HIS" 2009


 

12.00 Uhr. Musikschule, Maschstr. 22-24

 

In offener Runde können Fortbildungsteilnehmer und Interessierte ihre Eindrücke austauschen und Erfahrungen diskutieren und evaluieren. Mit: Robert Wagner, Claudia Schmidt, Gaby Grest, Christiane Joost-Plate

 

Mittwoch, 28.10.2009 20.15 Kino-Abend:"Uwe geht zu Fuss"


 

20.15 Uhr. Apollo, Limmerstr. 50, Hannover

 

In einer Zeit, in der Menschen, die nicht der Normvorstellung unserer Gesellschaft entsprechen, in spezialisierte Einrichtungen ausgegliedert (segregiert) werden, erscheint ein Film, der zeigt, was uns eigentlich durch diese Trennung verloren geht.

„Dat is uns Uwe“ heißt es in Heikendorf, einer 8.500-Seelen Gemeinde an der Kieler Förde. Uwe Pelzel, Jahrgang 1943, gehört zu den ältesten Menschen mit Down-Syndrom in Deutschland. Dieser Film zeigt ihn und seine Dorfgemeinschaft, die mit ihren gewachsenen Strukturen den politischen Begriff „Inklusion“ weder kennt noch braucht.

Uwe ist 1. Betreuer des Fußballvereins, Schauspieler der örtlichen Theatergruppe, Namensgeber des Uwe-Pelzel-Tennis- Cups, spielte bis vor kurzem Tennis, war Dirigent der Sow-Brass-Band, Löffelträger der Altheikendorfer Knochenbruchgilde, Kassierer beim Rassegeflügelzuchtverein, zudem ein bekanntermaßen guter Tänzer usw.,usw.

Alles in Allem: Uwe gehört dazu.

Florian von Westerholt zeigt Uwe Pelzel und seine Dorfgemeinschaft in einem Film mit einzigartigen Bildern und Geschichten, die Freude machen und vor allem Hoffnung wecken. Der Kartenverkauf erfolgt über Telefon 0511/ 452438.

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Uwe Pelzel, Florian von Westerholt

 

Freitag, 30.10.2009 20.00 Prof. Wolfram Henn. Genomforschung und Behinderung: Brauchen wir ein neues Menschenbild?


 

20.00 Uhr. Gartensaal der Freien Waldorfschule Maschsee

 

In den letzten Jahrzehnten hat uns die Humangenetik als Wissenschaft die Methoden an die Hand gegeben, die anlagebedingten Unterschiede zwischen Menschen genau zu beschreiben, als medizinisches Fach aber auch die Werkzeuge, dieses Wissen in Diagnosen vor oder nach der Geburt umzusetzen.

Wohl nirgendwo sonst in der Wissenschaft ist der Weg von der scheinbar abstrakten Grundlagenforschung zur Anwendung am Menschen so kurz wie bei der Aufklärung genetischer Ursachen von Krankheiten und Behinderungen.

Damit stellt sich für die Gesellschaft im Ganzen sowie für behinderte Menschen und ihre Angehörigen im Besonderen die Frage, welche soziale Bedeutung oder gar moralische Wertung genetischen Varianten und Besonderheiten zugemessen werden soll.

Anders formuliert: Gibt es “gute” und “schlechte” Gene? Oder sind genetische Unterschiede nichts als Werkzeuge der Evolution, die der Menschheit neue Chancen der Weiterentwicklung eröffnen?

Müssen wir ein neues Menschenbild entwerfen, und wenn ja, welche Auswirkungen würde es auf unser Zusammenleben haben?

Prof. Wolfram Henn ist Professor für Humangenetik und Ethik in der Medizin an der Universität des Saarlandes, Homburg/Saar. Seit 2007 ist er Mitglied der Zentralen Ethikkommission bei der Bundesärztekammer.

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Wolfram Henn

 

Sonntag, 01.11.2009 11.00 Matinée "Kinder- und Jugendcircus Bunttropfen"


 

11.00 Uhr. Turnhalle der Freien Waldorfschule Maschsee

 

Vor 20 Jahren, 1989, begann alles auf einem Dachboden in Hannover:

Ein paar zirkusbegeisterte Kinder trafen sich regelmäßig und studierten ein paar „Nummern“ ein. Mehr Platz zum Üben bot ihnen bald die Freie Waldorfschule Hannover am Maschsee, ein glitzernder Zirkustraum konnte von nun an näher rücken ...

Im Laufe der Zeit schlossen sich immer mehr Kinder an, Oberstufenschüler trainierten in ihrer Freizeit mit ihnen und ein immer breiteres Programm entwikkelte sich.

Eltern kamen hinzu, um Kostüme zu entwerfen oder Requisiten zu bauen. Und was war mit echter Zirkusmusik? Auch hier trieb die Begeisterung Früchte: Oberstufenschüler trafen sich, probten gemeinsam, entwikkelten eine ganz eigene Musik und wurden zur „Zirkusband mit Markenzeichen“.

Nun wurde es ernst: Unter dem Motto „Kinder spielen für Kinder“ trat die wachsende Zirkustruppe nicht nur beim jährlichen Sommerfest der Waldorfschule auf, sondern auch in Krankenhäusern, auf Stadtfesten und vielen anderen Veranstaltungen.

So waren sie bei unserer ersten „Woche des Down-Syndroms“ 1999 dabei, wo sie im Gartensaal eine Veranstaltung voller Glanz und circensischer Vielfalt boten, die alle Gäste begeisterte.

Wir freuen uns, sie für unsere „Jubiläums- Woche“ gewonnen zu haben und sind schon gespannt auf die bunte, schillernde Zirkusmatinée.

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Dienstag, 03.11.2009 20.00Uhr Prof. Etta Wilken: Syndromspezifische Förderung von Kindern mit Down-Syndrom, Erfahrungen und Perspektiven


 

20.00 Uhr. Gartensaal der Freien Waldorfschule Maschsee

 

Das Down-Syndrom hat vielfältige spezifische Auswirkungen auf die Gesundheit, die motorische und sprachliche Entwicklung sowie auf das Verhalten. Zunehmend differenzierte Kenntnisse über diese Besonderheiten ermöglichen entsprechende therapeutische Angebote und führen zu Konsequenzen für die pädagogische Förderung.

Die großen individuellen Unterschiede werden durch eine solche spezifische Förderung oft noch deutlicher. Erfahrungen und Perspektiven können deshalb nicht generalisiert werden, aber sie ermöglichen eine Überwindung des bisher oft eingeengten und stereotypen Bildes von Menschen mit Down-Syndrom. Zusätzlich zu ihren Forschungstätigkeiten zum Down-Syndrom, die sie nach eigenen Worten als Hobby betreibt, unterrichtete Frau Prof. Wilken viele Jahre lang „Allgemeine und integrative Behindertenpädagogik“ an der Universität Hannover.

Neben dem Angebot zahlreicher Seminare für Eltern von Kindern mit Down-Syndrom hat sie sich vor allem in dem Gebiet der Sprachentwicklung einen Namen gemacht (Gebärdenunterstützte Kommunikation, GuK).

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Etta Wilken

 

Samstag, 07.11.2009 15.00 bis 18.00 Uhr "Markt der Möglichkeiten" -  Information, Beratung, Spiel und Spaß


 

15.00 bis 18.00 Uhr. Räume der Freien Waldorfschule Maschsee

 

Als bunter Nachmittag für die ganze Familie ist der „Markt der Möglichkeiten“ bei vielen ein fester Termin im Kalender. In ungezwungener Atmosphäre können sich Menschen mit und ohne Behinderung begegnen, sich austauschen, gemeinsam spielen, Kaffee trinken.

Vielfältige Informationen zu Frühförderung, Krabbelgruppen, Kinderläden und -gärten sowie zu Schulen, zum Hort, zu verschiedenen Freizeitmöglichkeiten sowie zu Wohn- und Arbeitsperspektiven für Menschen mit geistiger Behinderung werden ausgetauscht. Zahlreiche Institutionen nehmen die Gelegenheit wahr, sich vorzustellen.

Daneben wird es wieder Lebensgemeinschaften und Werkstätten geben, die ihre Produkte zum Verkauf anbieten. Es gibt Schönes aus Holz, Textilien sowie Buchbinderarbeiten zu erstehen, ferner Kontakte zu knüpfen zu den Menschen, die diese Produkte herstellen. Eine gute Gelegenheit, bereits jetzt an besondere Weihnachtsgeschenke zu denken.

Diverse Aktionen und Vorführungen sorgen für Kurzweil. Leckere Kuchen und feine Torten im Café versüßen den Nachmittag und bieten Erholung. Alles in allem eine Veranstaltung, die man nicht verpassen darf!

Der Eintritt ist frei.

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Sonntag, 08.11.2009 10.00 Uhr Abschlussgottesdienst


 

10.00 Uhr. Marktkirche

 


„…Denn er hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen, dass sie dich auf Händen tragen und du deinen Fuß nicht an einen Stein stoßest ...“

Dieses Zitat aus dem Psalm 91 wird dem Familien-Dank-Gottesdienst in der Marktkirche wie ein Motiv zu Grunde gelegt werden.

Als Abschlussveranstaltung der diesjährigen „Jubiläums-Woche des Down- Syndroms“ finden wir hier Momente der Stille, der Rückbesinnung auf das, was war – im eigenen Leben, aber auch im Leben der anderen Familien mit ihren besonderen Kindern, mit ihrem besonderen Schicksal.

Gleichermaßen haben wir hier die Möglichkeit, Kraft zu schöpfen durch das Gefühl, nicht allein zu stehen bei der Bewältigung der vielen, uns auch immer wieder überfordernden Aufgaben und Anfechtungen, Ängste und Ungewissheiten.

Gemeinsam wollen wir diesen Gottesdienst begehen, nachdenklich, fröhlich, dankbar, zuversichtlich, so wie wir gerade sind. Jeder ist willkommen!

Der Gottesdienst wird gemeinsam gestaltet von unserer Marktkirchenpastorin Hanna Kreisel-Liebermann und dem hannoverschen Diakonie-Pastor Hans-Martin Joost, sowie von dem Organisten der Marktkirche Ulfert Smidt, vom Bachchor, von Mitgliedern des Vereins „Down-Syndrom-Hannover“ und Gästen.

Wir freuen uns auf einen Ausklang der diesjährigen „Woche des Down-Syndroms“, in der einmal mehr zum Ausdruck kommen darf, wie wunderbar es ist, verschieden zu sein !

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Hanna Kreisel-Liebermann           Hans-Martin Joost

 

Wir bedanken uns


 

Wir danken allen Sponsoren für ihre großzügige Unterstützung.

Die „Woche“ dieses Jahres wurde unter anderem durch viele Beiträge finanziert, die bei Tombolas, Familienfeiern und Kirchenkollekten für uns gesammelt wurden. Ihnen allen sehr herzlichen Dank. Unsere Arbeit lebt von Ihrer Unterstützung!

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