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Inklusion – aber immer!


Auftakt für Miteinanders-Tage 2018 mit aktuellen Fakten und viel Prominenz


Auftakt für die Miteinanders-Tage 2018: „Inklusion – aber immer!“ – so lautet die Überschrift des Eröffnungsabends am Montag, 15. Oktober, im Europa-Saal im Haus der Jugend in der Stadtmitte Hannovers. Der Down-Syndrom Verein startet seine bekannten Aktionstage in diesem Jahr mit aktuellen Informationen und viel Prominenz. Prof. Dr. Jutta Schöler, die als Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats „Inklusive Bildung“ das Ministerium auf dem Weg zur „Schule für alle“ berät, erklärt leicht verständlich und spannend, warum die inklusive Gesellschaft eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein sollte. Offiziell eröffnet wird die wichtige Veranstaltungsreihe von Regionspräsident Hauke Jagau und Hannovers Bürgermeister Thomas Hermann.


Für die Mehrheit der Deutschen ist es aber eben immer noch eher selbstverständlich, dass Kinder bereits vor dem Eintritt in die Schule sortiert werden. Sobald ein Entwicklungsproblem festgestellt wird, beginnt das Fragen, Testen, Kontrollieren, Debattieren. „150 Jahre Existenz von Sonderschulen seien genug Beweis dafür, dass mit spezifischen Förderschulen die Teilhabe von Menschen mit Behinderung in der Gesellschaft nicht erreicht werden kann“, ist Prof. Schöler überzeugt. Ihr Ziel: dass alle Kinder und alle Jugendlichen und Erwachsenen das gleiche Recht auf Zugang zu allen Bildungseinrichtungen haben und dass dieses zur gesellschaftlichen Normalität wird.


Jutta Schöler ist eine Koryphäe in Fragen der gemeinsamen Beschulung von allen Kindern. Bereits in den 70er Jahren begleitete sie wissenschaftlich die Inklusion in Italien. Dort wurden 1977 per Gesetz die Sonderschulen abgeschafft. Zahlreiche Bücher zu dem Thema hat sie veröffentlicht, sie berät Eltern und Schulen, schreibt Expertisen zur Inklusion und ist Initiatorin des Jakob-Muthe-Preises für herausragende Inklusionsprojekte.


Als wichtigste Bedingung für eine gelungene Inklusion sieht Schöler die Kooperationsbereitschaft der beteiligten Erwachsenen, sowohl Eltern als auch Pädagogen. „Die Kooperation innerhalb der Schule muss von den Pädagogen oft erst gelernt werden.“ So sollten Schulleiter in der Stundenplanung Raum schaffen, damit Lehrer auch gemeinsamen Unterricht planen können. Die Sonderpädagogen sollten fest im Kollegium verankert sein. „Das ist ein Riesenvorteil.“ Der angebliche Schonraum Sonderschule ist ihrer Meinung nach nicht notwendig – dieser erweise sich vielmehr nahezu für alle Kinder, die einmal in diesen Schonraum gelangt seien, als Falle, aus der sie nur sehr selten herauskommen würden. Die Forderung, Sonderschulen zu schließen bedeute nicht, die besondere Förderung zu vernachlässigen, sondern dass das gemeinsames Leben und Lernen für Kinder und Jugendliche im Kindergarten und in der Schule durch gezielte individuelle Förderung ermöglicht werde.


Die Diskussion zum Vortrag ist erwünscht. Übrigens: Das Publikum darf sich auf Überraschungsgäste freuen. Um 19 Uhr beginnt der Informationsabend. Der Eintritt ist frei.

 


 

Blind Date mit dem Leben bei den Miteinanders-Tagen


Die Biografie von Saliya Kahawatte war bereits ein Erfolg – der Film zu seinem Roman-Hit „Mein Blind Date mit dem Leben“ ist ebenfalls hoch gelobt: Am Mittwoch, 17. Oktober macht der Streifen mit Kostja Ullmann in der Hauptrolle Programm im Apollo-Kino (Limmerstraße 50, 30451 Hannover). Der deutsche Starmime spielt den jungen Saliya, der nach erfolgreich bestandener Abiturprüfung auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz ist. Da lässt er sich auch nicht von seinem Handycap bremsen, verschweigt er konsequent, dass er fast blind ist. Tatsächlich ergattert er sogar einen Job in einem Luxus-Hotel in München und keiner seiner Kollegen ahnt auch nur das Geringste. Nur sein Kumpel Max (Jacob Matschenz) erkennt eines Tages, dass etwas mit Saliya nicht stimmt und greift ihm unter die Arme. Während alle anderen ihren Feierabend genießen, üben die beiden Freunde zum Beispiel die einfachsten Handschläge, bis er sie sprichwörtlich „blind“ beherrscht. Doch als er dann Laura (Anna Maria Mühe) kennen lernt und sich in sie verliebt, kommt Saliya in unvorhersehbare Situationen, die er nicht mehr so routiniert kontrollieren kann. Der Down-Syndrom Hannover präsentiert die Vorführung am 17. Oktober im Rahmen seiner Miteinanders-Tage. Beginn: 18 Uhr.

 


 

Beziehungskisten, Frauen-Power und Liebesrauschen


Down-Syndrom Verein präsentiert Inszenierungen von KompeTanz im Ballhof


Beziehungskisten anschaulich machen und sprichwörtlich in Bewegung bringen: Den Künstlern Dario Redecker und Adriana Könemann gelingt das auf eindrucksvolle Art und Weise. Sie bauen, formen, verändern, wandeln, handeln und gestalten den (Theater-)Raum, werden gleichzeitig zu Baumeistern von Konzepten rund um Beziehungskisten. Sie zeigen Phasen und Phrasen und begeben sich im übertragenen Sinne auf eine gefühlvolle Zeitreise entlang eines zwischenmenschlichen gemeinsamen Weges. Mit ihrem Stück „B_Kiste“ gastieren die Schauspieler und Tänzer am Sonnabend, 3. November, im Ballhof Eins (Knochenhauerstraße 28, 30159 Hannover).


Im Anschluss heißt es „Rosa sieht Rot“: Neele Buchholz und Corinna Mindt treiben Fernweh, Liebe, Lust, Mut, Zweifel, Angst, Verwirrung, Neugier und Kraft zum Tanz und zum Spiel miteinander an.  Lieblich wild und fordernd ziehen sie mit ihren Koffern umher, lassen sich an verschiedenen Stationen nieder, um sich ins Leben zu stürzen auf den Brettern, die die Welt bedeuten. Auf diesen wollen auch Oskar Spatz und Corinna Mindt als „Bonnie & Clyde“ spannendes Tanztheater präsentieren. Die beiden Künstler komplettieren das Programm am 3. November im Ballhof Eins. Ein sprichwörtlich bewegtes Duett über Sehnsüchte und die herausfordernde Verbindung von Gegensätzen zeigen sie. Wetten, dass die Hommage an den liebenden Kampf zwischen zwei Menschen zum fabulösen Höhepunkt avanciert?!

    


Im Rahmen seiner Miteinanders-Tage 2018 präsentiert der Down-Syndrom Verein Hannover die Aufführungen mit Künstlern von KompeTanz Bremen, einem kreativwirtschaftliches Modellprojekt zur Entwicklung von Arbeitsfeldern für Menschen mit Beeinträchtigung. Beginn des Kulturabends: 19 Uhr. Karten zu je 15 Euro (Ermäßigungen sind möglich) gibt es an den bekannten Vorverkaufsstellen und an der Abendkasse.